Von Dickhäutern, Dschungel und Dauerregen

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…und es wurde Zeit für uns zu gehen – wer will schon auf dem Trockenen sitzen?! ;)

Nach drei wunderbaren Tagen auf Koh Phangan, sind wir gestern mit dem Katamaran zurück nach Koh Samui gefahren. Glücklicherweise haben sich unsere Mägen bei der holprigen Fahrt als seetauglich erwiesen!

Dieses Mal sind wir in einem Gästehaus in der Haupt- und Hafenstadt Nathon untergekommen. Nach dem Einchecken haben wir uns direkt einen Roller gemietet, um den letzten Punkt auf unserer Koh Samui-Liste abzuhaken: die Namuang Wasserfälle. Bereits die nähere Umgebung der Wasserfälle ist in eine Art Park eingeschlossen, der nur zu Fuß zugänglich oder mit organisierten Safari-Touren befahrbar ist. Also Roller abgestellt und Rucksäcke aufgeschnallt!

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Vorbei an Elefanten, Schafen und Offroad Jeeps wurde der Pfad immer steiler, schmaler und leider auch nasser. Es hatte angefangen zu regnen. Nach einem kurzen Parcours über Holzwege und Hängebrücken hatten wir schon die erste Etappe, den 18 Meter hohen Namuang Wasserfall erreicht.

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Doch wir wollten hoch hinaus! So sind wir zügig weitergezogen, während der Regen immer heftiger einsetzte. Als er sintflutartiges Ausmaß angenommen hatte und der steile Weg aus Erde und Stein (besonders in unseren Flip Flops) immer rutschiger wurde, sind wir so langsam an unser Limit gestoßen. Am Ende hat sich der mühsame Aufstieg aber bezahlt gemacht: der 80 Meter hohe zweite Wasserfall und das komplette darunterliegende Tal bis hin zum Meer erstreckten sich vor unseren Augen! Zeit für eine Abkühlung im Wasserbecken :)

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Mit der Dämmerung erreichten wir unseren Roller und fuhren zur Stärkung noch einmal ins I-Talay Nasai Garden & Restaurant, wo warmes Curry und scharfer Papayasalat uns für den durchnässten Nachmittag entschädigten.

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Auf dem Heimweg drang bereits aus der Ferne Live Musik aus Nathon zu uns vor. Hafenfest! Bei all den Leckereien, die freundliche Thais an zahlreichen bunten Ständen vertrieben, bedauerten wir fast ein wenig, schon gegessen zu haben.

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Wer errät, um was es sich hierbei handelt? :)

Some kind of paradise – Koh Phangan

Die Fähre von Koh Samui brachte uns binnen einer halben Stunde zur Nachbarinsel Koh Phangan. Nicht wirklich viel los hier, ist ja schließlich Regenzeit, aber hierzu später mehr. Ein aufmerksamer Taxifahrer brachte uns nach kurzen aber hartnäckigen Preisverhandlungen zur Haad Khom Bucht. Aber halt mal. Nicht direkt zur Bucht, sondern an eine verlassene Straße, von der nur ein schmaler Weg durch den Wald bergabwärts führte. Rechts ein übergroßer Stromgenerater, von welchem wir schon im Reiseführer gelesen hatten. Haad Khom ist nämlich noch nicht ans Stromnetz angeschlossen, somit versorgt der Generator die kleine Bucht von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang mit genügend Saft für Licht und Steckdosen.
Doch waren wir trotzdem etwas verwundert und unsicher, ob wir hier wohl richtig waren, da keinerlei Namen unseres Resorts zu finden waren. Unten angekommen versteckten sich glücklicherweise ein paar Bungalows in einem Wald von Palmen, der an einen wunderschönen weißen Sandstrand grenzt. Im nächsten Augenblick offenbarte sich uns eine Kulisse, die einfach nur zum Staunen einlud…

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Einchecken, Spaziergang am Strand und ab ins kühle Nass.

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… Und nun zum Thema Regentanz:
Nach einem sehr sonnigen und super warmen Tag zog abends dann das Unwetter übers Land. Schon von weitem sichtbar, konnten wir bereits 30 Minuten davor eine Kamera platzieren, um das ganze videografisch festzuhalten. Ein leichter, immer stärker werdender Wind kündigte die Himmelsdusche an. Erst mit kleinen kaum spürbaren Tropfen, danach eimerartig ergossen sich die Wolken über uns. Um dies gebührend zu feiern, setzten wir zum planlosen Umherhüpfen à la Harlem Shake an. Wie die Wilden eben…
Positiver Nebeneffekt: Sonnencreme, Sand und Schweiß flossen dahin.
Ab ins Bett.

Der nächste sollte Tag sollte ebenso schön werden, also standen Ruhe, Entspannung und süße Versuchungen auf dem Plan.

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Um die Insel noch ein wenig besser kennenzulernen, sind wir darauf mit einem sehr lustigen Thai auf seinem Longtailboat zum naheliegenden Bottle Beach gefahren. Seinem Namen verdankt er es, dass der Landweg dorthin mit bunten Glasflaschen gekennzeichnet ist. Da die Strände teils recht flach sind, mussten wir zum Aus- und Einsteigen in das Boot erst einmal bis zu den Oberschenkeln ins Wasser, sodass wir froh waren, unsere sieben Sachen vorab im wasserdichten Ocean Bag verstaut zu haben.

Nach all dem “Nichtstun” wollten wir zum Abschluss des Tages eine kleine Ansammlung von Felsen am linken Ende der Bucht besichtigen, doch dann kam erstmal alles anders. Ein kleine Unachtsamkeit bringt die Kamera zu Fall. Urlaubsfotos adieu…

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Das Ende vom Lied: Wir hatten Glück im Unglück! Der UV-Filter ist zwar in tausend Teile zersplittert, jedoch ist das darunter liegende Objektiv und auch die Kamera an sich unversehrt geblieben.

…Und nun ab zu den Felsen. Auf dem Weg dorthin, kaum sichtbar, fängt einer der “Steine” ca. ein Meter links von mir plötzlich an sich zu bewegen. In der Dämmerung ist uns wohl entgangen, dass es sich dabei gar nicht um einen Stein handelte. Nach einem riesen Schreck mussten wir mit Schulterblick und schnellem Schritt feststellen, dass die Wildsau auch noch gefallen an uns gefunden hatte und die nächsten 100 Meter wie ein Schoßhündchen folgte.

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Oben angekommen weisen viele bunte Schilder den Weg zu fernen Ländern – wie auch in die Heimat ;)

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Koh Phangan – Alles in allem: Ein Paradies am anderen Ende der Welt.

Von Big Buddha bis Sunset Beach – Koh Samui

Da Daniels Rucksack wie versprochen noch am Abend ins Hotels geliefert wurde, stand unserem Aufbruch in Richtung Süden nichts mehr in Wege. Recht verschlafen sind wir also am frühen Dienstagmorgen in den Flieger nach Nakhon Si Thammarat gestiegen. Nachdem er auf einem winzigen Flugplatz gelandet ist, haben wir unser Gepäck wohlbehalten auf dem wohlgemerkt einzigen Kofferband des Flughafens aufgelesen und sind mit dem Bus zum Donsak Fährpier gefahren. Von dort aus war es nur noch ca. eine einstündige Fahrt bis zur Insel.

Auf Koh Samui angekommen haben wir ein Taxi zum Lamai Beach (Punkt 1 auf der unten stehenden Map) genommen, wo wir uns verschiedene Resorts angeschaut und schließlich für das Beer’s House entschieden haben. Unser Bungalow lag in erster Reihe direkt am Strand, mit wunderbarer Aussicht und großer Veranda inklusive Hängematte. :)

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Da das Wetter mitgespielt hat (35 Grad und schwül) musste erst einmal eine Badepause zur Erfrischung eingelegt werden, bevor wir uns einen Roller gemietet haben, um die Insel ein wenig zu erkunden. An einem der View Points hat’s auch mir in den Fingern gekribbelt und so habe ich wenig später meine ersten Runden mit dem Roller gedreht.

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Auf unserer Tour haben wir uns ein paar schöne Resorts und View Points an der Ostküste sowie die Felsformationen Hin Ta und Hin Yai angesehen und den Abend in einem Thai-Straßenrestaurant beschlossen.

Gestern haben wir endlich mal ausgeschlafen und uns am späten Vormittag vom Rauschen der Wellen wecken lassen.

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Das Wetter war wie gemacht für die geplante Inseltour und so sind wir gegen Mittag in Richtung Norden aufgebrochen.

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Erster Stop: der eindrucksvolle zwölf Meter hohe vergoldete Big Buddha (Punkt 2 auf der Map) an der gleichnamigen Bucht. Den nächsten Halt haben wir an einem kleinen idyllischen Strand im Nordwesten der Insel gemacht (Punkt 3 auf der Map), der mit Hängematten, Fruit Shakes und Musik unter Palmen alles bot, was das Herz begehrt.

Schließlich sind wir der Ringstraße nach Süden durch die Hauptstadt Nathon hindurch bis nach Taling Ngam gefolgt, wo wir im I-Talay Nasai Garden & Restaurant (Punkt 4 auf der Map) wahnsinnig gute Thai Küche in toller Atmosphäre genossen haben. Hoffentlich war das noch nicht das letzte mal, dass wir hier den Sonnenuntergang betrachtet haben!

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Unsere Inselrundtour haben wir in der Dunkelheit beendet. Zurück in Lamai war eine spektakuläre Fire Show am Strand dann das i-Tüpfelchen des Tages!

Aktuell liebste Grüße von Koh Phangan, wo uns mittlerweile die Regenzeit eingeholt hat. Mehr über Trauminseln & Regentänze folgt bald.

btw vielen Dank für all die netten Kommentare. Freut uns sehr von euch zu hören.

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