Mit dem Deutschmobil im Isaan

In dieser Woche hatte ich das Glück, mit dem Deutschmobil in den Isaan reisen und so eine Woche lang in die Arbeit der Sprachabteilung des Goethe-Instituts hineinschnuppern zu dürfen. Am Sonntagmorgen haben wir uns zu viert in einem VW-Bus voller Vorfreude, sowie Info-, Lern-, und Spielmaterialien auf den Weg in Richtung Nordosten gemacht. Nach ca. vier Stunden, trafen wir Sarah, die ehemalige Praktikantin des Sprachprogramms, in Khon Kaen zum Mittagessen und sind schließlich gemeinsam noch einige Stunden weiter bis nach Nong Khai gefahren. Die kleine Stadt liegt direkt am Fluss Mekong, dessen gegenüberliegendes Ufer bereits laotischer Grund ist.
 

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Nachdem wir unser Hotelzimmer bezogen hatten, sind wir mit dem Tuk Tuk (welches hier eher an eine Motorrad- statt an eine Rollerkarosserie erinnert) ans Flussufer gefahren, um dort den Abend mit Blick auf die ersten Lichter Laos’ ausklingen zu lassen.

Am nächsten Morgen fuhren wir an die städtische Schule, an der wir in einer anderthalbstündigen Show bei Schülerinnen und Schülern der 7. bis 10. Klasse für das Erlernen von Deutsch als Fremdsprache warben, indem wir einen Kurzvortrag über das Land und seine Kultur hielten, ein Deutschland Quiz (ähnlich aufgemacht wie “1, 2 oder 3″) und einen Mini-Deutschkurs veranstalteten, deutsche Musik und Kurzfilme spielten uvm. Auf jeden Fall hatten alle einen Heidenspaß zusammen und wir haben viel von der jeweils anderen Kultur gelernt!
 

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An den beiden darauffolgenden Tagen sind wir mit unserem Programm insgesamt vier Mal vor je rund 200 Schülern verschiedener Altersklassen in Khon Kaen aufgetreten und haben gestern schließlich noch zwei Shows an einer Schule in Ubon Ratchathani gegeben. Es war eine erlebnisreiche Woche, in der wir vielleicht sogar den ein oder anderen dafür erwärmen konnten, im nächsten Schuljahr Deutsch als Fremdsprache zu wählen.
 

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Geständnis

Jetzt mal ehrlich: am Samstag war ich bereits zum 4. Mal auf dem Chatuchak Weekend Market. Und dabei habe ich erst sechs Wochenenden in Bangkok verbracht…
Obwohl ich mir an meinen freien Tagen gewiss immer neue Dinge in Bangkok ansehen könnte, zieht es mich doch regelmäßig in das bunte Treiben im Norden der Stadt. Wenn die mehr als 10.000 Stände und Läden gegen 10:00 Uhr damit beginnen, ihre Waren auszulegen, beginne ich am liebsten meinen Marktbummel. Dann sind noch alle entspannt, da die meisten Menschen erst gegen frühen Nachmittag kommen, und auch das Angebot ist dann am größten.

Um sich besser orientieren zu können, ist der Markt in verschiedene, beschilderte Sektionen unterteilt. So gibt es einen Teil, in dem Töpfergut angeboten wird, in einem anderen kann man Kleidung und Schuhe erstehen, Essen, Stoffe, Tiere, Lampen, Antiquitäten, Anglerzubehör oder Schmuck. Der Markt funktioniert also ganz nach dem Motto: Wer suchet, der findet.

Gefunden habe ich schon einiges, was mich aber nicht davon abhalten wird, mich wieder auf die Suche zu begeben. Vielleicht schon nächstes Wochenende.
 

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Jim Thompson und die Seide

Vor ein par Tagen haben wir das berühmte Jim Thompson-Haus in Bangkok aufgesucht, das eigentlich vielmehr ein Areal aus verschiedenen, teils über 200 Jahre alten Teakhäusern ist, welche besagter Mann in den 1950er- Jahren nach Bangkok bringen und umbauen ließ. Die grüne, idyllische Anlage befindet sich inmitten von grauen Wolkenkratzern und grenzt an einen viel befahrenen Klong oder Kanal. Vorbei am Kassenständchen, einem geräumigen Seidengeschäft, einem Teich mit schillernden Kois und einem gemütlichen Restaurant mit einheimischen Spezialitäten, gelangt man in den Innenhof des Komplexes, in dem es an jeder Ecke blüht und grünt. Stündlich werden hier Gruppen von Besuchern eingeladen, an einer Tour durch die Gebäude teilzunehmen. Und das haben wir getan, um mehr über den legendären Jim Thompson zu erfahren.
 

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Koi-Teich
 

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Orchideen
 

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges setzte der amerikanische Geheimdienst den ehemaligen Architekten Jim Thompson als Verbindungsmann zur “Bewegung der freien Thai” ein. Thompson, der sich in Land und Leute verliebt hatte, blieb nach dem Krieg in Bangkok, managte das Oriental Hotel und gründete 1948 die Thai Silk Company. Die bis dato vom Aussterben bedrohte Seidenweberei in Thailand wurde durch seinen Einsatz zu neuem Leben erweckt und floriert noch heute. Aber nicht nur im Textilbereich hat er ein gutes Gespür bewiesen: in seinen Häusern hat Thompson zahlreiche südostasiatische Kunstschätze zusammengetragen, die von Gemälden aus der Ayutthaya-Periode, über chinesisches Porzellan, bis hin zu handgefertigten Teakmöbeln mit Schildplatt-Einsatz reichen.

Im Frühjahr 1967 reiste Jim Thompson nach Malaysia um dort Freunde zu besuchen. Bei einem gemeinsamen Picknick im Park entstand schließlich das letzte Foto, das je von ihm gemacht wurde: wenige Stunden später verschwand der 61-Jährige spurlos im Dschungel der Cameron Highlands. Die Wand seines Arbeitszimmers in Bangkok zierten zwei traditionelle Thai-Horoskope – das eine verkündet den günstigsten Tag für eine Hochzeit, das andere warnt vor einer besonderen Gefahr in seinem 62. Lebensjahr. Nach seinem Tod wurde der Komplex seinem Neffen vermacht, welcher ihn der “James H W Thompson Foundation” überließ und noch immer ab und an aus den USA zu Besuch kommt, zuletzt zur Feier seines 90. Geburtstages vor drei Jahren.

Von der luftigen Terrasse des Haupthauses überblickt man nicht nur den Klong, auf dem alle paar Minuten Taxiboote in einem Affenzahn vorbeirauschen, sondern ebenfalls den vorderen Bereich der Anlage, wo man zuschauen kann, wie die Seide gesponnen wird. Ein freundlicher Thai erhitzt dort Kokons der Seidenraupe, der Larve des Seidenspinners, in einem Wasserbad. So tötet er die Raupe vor dem Schlüpfen, ohne den Kokon zerreißen zu müssen. Den feinen Endlos-Faden, den die Larve in bis zu 300.000 Windungen um sich gelegt hat, kann er anschließend vorsichtig abwickeln. Eine mühselige Arbeit, wenn man bedenkt, dass für die Gewinnung von 250 Gramm Seidenfaden circa 3.000 Kokons benötigt werden!
 

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Seidenspinner
 

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Kokons der Seidenraupe
 

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Seidenfaden
 

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Palmenwald
 

Sonne, Sand, Samed

Letzte Woche sind meine Eltern zu Besuch gekommen. Ein guter Grund, um ein paar Tage frei zu nehmen und gemeinsam richtig die Seele baumeln zu lassen! Dafür haben wir uns den perfekten Ort ausgesucht: Koh Samed. Die kleine Insel im Golf von Thailand liegt nur ca. 3 1/2 Stunden von Bangkok entfernt und kann bequem (sofern man sich an den abenteuerlichen Fahrstil gewöhnt hat) per Minivan und Boot erreicht werden. Gesagt, getan. Angekommen in der kleinen Hafenstadt Ban Pho, sind wir aufs Expressboat nach Koh Samed gestiegen, welches uns direkt im seichten Wasser der Ao Phai Bucht rausgelassen hat – eine willkommene Erfrischung, sofern man nur kleines Gepäck mit sich trägt!

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Überfahrt
 

Nach kurzer Suche standen wir auch schon vor den Toren des “Samed Villa Pavilion”-Resorts, einer wunderschönen Anlage mit hübschen Bungalows, einem ruhigen Pool und exotischen Blumen und Bäumen, wohin man nur schaut. Trotzdem hat es uns zuerst zum Strand gelockt, also Koffer abstellen, Bikini an und ab ins kühle Nass, das so gar nicht kalt ist. Mit einem Shake zwischendurch, kurzer Lesepause auf der Liege und Muscheln sammeln im Sand verging Stunde um Stunde. Und weil der Urlaub die pure Erholung für die von Bangkok überforderten Sinne war, seht ihr im Folgenden viele, viele Fotos – damit auch bei euch ein bisschen Urlaubsfeeling ankommt ;)

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Samed Villa
 

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Bungalow
 

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Insekt
 

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Coconut Frosty
 

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Angler
 

Ruckzuck war es dunkel. Wider Erwarten wurde der kleine Strand, der inzwischen von Liegen freigeräumt und mit eingedeckten Tischen bestückt war, immer belebter. Und nicht nur Touristen versammelten sich zum Abendessen im Sand, sondern auch Feuerkünstler. Eine halbe Stunde lang wirbelten sie mit flammenden Seilen, Ringen und Stäben und hüllten die Bucht in ein Meer aus Flammen.

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Nach einer recht kurzen Nacht, erwartete uns ein üppiges Frühstücksbuffet im Freien. Frisch gestärkt, ging es noch einmal für ein paar Stunden in Pool und Meer, bevor wir wieder die Rückreise in die große Stadt antraten. Das war ein Kurzurlaub, wie einer Ansichtskarte entsprungen!

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Pool
 

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Frühstück
 

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Fruit Art
 

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