Super-Foods-Serie: Teil 3

Zahlreicher Meteorologen zufolge war der vergangene Herbst einer der buntesten der letzten Jahrzehnte in Deutschland. Mit seiner Farbenpracht aus rot, orange und gelb leuchtendem Laub vor goldenem Herbstlicht und dem sanfter werdenden Blau des Bodensees hat er stolz gezeigt, was er kann. Wie prächtig, seine Landschaften. Wie verheißungsvoll, die unter den Füßen raschelnden Blätter. Wie erfrischend, das erste frostige Morgengrauen. Wie betörend, der letzte Hauch von Sommer in der Luft. Aber so überraschend er erscheint, so schnell wird er vom Winter und der Adventszeit abgelöst. Jetzt, im Februar, finden sich auf Wochenmärkten und im Supermarkt die letzten Zeugen dieser Jahreszeit, die ein bisschen Sonne auf den Teller zaubern: Kürbisse. Auch sie zählen dank ihres hohen Gehalts an Carotinoiden, Kalium, Kalzium und Eisen zur Kategorie der Super Foods. Kürbisse lassen sich je nach Sorte sehr vielseitig zubereiten und schmecken sowohl in herzhafter Form, z.B. als Stampf, auf Pizza oder im Risotto, als auch in süßen Gerichten, wie dem traditionell-amerikanischen Pumpkin Pie. In einem Anflug von Herbstsehnsucht an diesen grauen Februartagen, habe ich vergangene Woche einen der letzten Hokkaido-Kürbisse auf dem Markt ergattert und zu Ofengemüse neben Fenchelgratin und Rosmarinfocaccia verarbeitet.
 

Kurkuma-Ofenkürbis

Zutaten:

1 Hokkaido-Kürbis
2 EL Olivenöl
1/2 TL Meersalz
1/2 TL Kurkuma

Zubereitung:

1. Den Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.
2. Den Kürbis gründlich waschen, Kerngehäuse aushöhlen und das Fruchtfleisch in kleine Stücke oder schmale Spalten schneiden.
3. Olivenöl mit Salz und Kurkuma vermischen, über den Kürbis geben und gut vermengen. Den Kürbis auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und ca. 20 Minuten auf mittlerer Schiene im vorgeheizten Ofen garen.
 

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_DSC6265Ofenkürbis

Super-Foods-Serie: Teil 2

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Es gibt doch nichts über ein schönes Frühstück! Sich etwas gutes tun, wenn der Tag noch jung ist, und Energie tanken für alles was er bringen mag. Ich bin ein Morgenmensch und ein Frühstücksmensch noch dazu. Ich mag es, früh aufzustehen und den Tag entspannt zu beginnen, ohne ständig die Uhr im Blick haben zu müssen. Sicher schaffe ich das nicht immer, aber es ist mir lieber, morgens ein Stündchen mehr für ein gemütliches Frühstück oder einen Spaziergang zu haben, als mit der Zeit im Nacken hektisch durch den Tag zu eilen.

Die Frühstückskultur hierzulande ist so vielfältig, dass es mitunter schwer fällt, sich zwischen all den Möglichkeiten zu entscheiden. Herzhaft oder süß? Deftig oder leicht? Kaffee oder Tee? Oder doch lieber Saft? Direkt nach dem Aufstehen oder lieber erstmal wach und hungrig werden? Für mich gehört immer ein warmes Getränk und frische Luft dazu – der Rest je nach Lust und Laune. Gestern war mir nach einem gesunden, süßen Power-Frühstück mit frischen Früchten, weshalb ich ein bisschen mit verschiedenen Super-Foods experimentiert habe. Herausgekommen ist ein leckerer Chia-Pudding mit Brombeer-Apfelmus und verschiedenen Toppings. Eine echte Power-Mahlzeit, da sowohl die enthaltenen Chia-Samen als auch Goji-Beeren und Pecannüsse unter die Kategorie der Super-Foods fallen. Somit wirken sie allesamt antioxidativ, d.h. sie fangen die bösen freien Radikale ein, welche wichtige Zellbestände unseres Körpers angreifen und daher mitverantwortlich für die Entstehung vieler Krankheiten und die frühzeitige (Haut)Alterung sind. In Kurzform für alle Morgenmuffel: Ein Schlemmerfrühstück, das garantiert munter macht!
 

Chia-Pudding mit Brombeer-Apfelmus und verschiedenen Toppings

Zutaten:

2 EL Chia-Samen
100 ml Mandelmilch
1 Apfel
1 Handvoll Brombeeren
2 EL Apfelsaft
1-2 EL Haferflocken
1 EL Goji-Beeren
1 EL Pecannüsse
1 TL flüssiger Honig

Zubereitung:

Am Vorabend
1. Die Chia-Samen in die Mandelmilch einrühren und über Nacht im Kühlschrank quellen lassen.
2. Die Früchte waschen. Den Apfel schälen, das Gehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden. Anschließend Apfel mit 3/4 der Brombeeren und dem Apfelsaft in einem Topf ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Wenn die Früchte weich sind, alles mit einem Stabmixer zu einem feinen Mus pürieren und auskühlen lassen.

Am Morgen
Alle Zutaten in folgender Reihenfolge in einem Glas aufeinander schichten: Brombeer-Apfelmus, Haferflocken, Goji-Beeren, Pecannüsse und Chia-Pudding. Schließlich mit Brombeeren verzieren und mit Honig beträufeln.
 

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Ein Schloss in Frankreich

Als ich im Herbst 2012 erstmals über eine Kommilitonin und ehemalige Praktikantin vom Château d’Orion erfuhr, hat mich die Idee des Hauses gefesselt und seitdem nicht wieder losgelassen. Das Schloss, welches den schönen Namen eines Sternbildes trägt, wurde im 17. Jahrhundert in Béarn im Südwesten Frankreichs erbaut. Nahe der spanischen Grenze und keine Stunde vom Atlantik entfernt liegt das Anwesen inmitten der hügeligen Landschaft am Fuße der Pyrenäen. Über die Jahrhunderte hinweg war es im Besitz verschiedener interessanter und namhafter Persönlichkeiten, darunter der berühmte französische Chirurg Paul Reclus. Die Frau seines Enkels, Marguerite Labbé, verkaufte das Château d’Orion im Jahr 2003 an die Familie Premauer. Mit der Vision, ein kulturelles Erbe zu erhalten, daraus ein Gästehaus mit Achtung und Liebe zu seiner Vergangenheit entstehen zu lassen, die regionale Entwicklung des Béarn zu stärken und eine intellektuelle Begegnungsstätte für bewegliches Denken zu schaffen, wurde das Schloss renoviert und zu neuem Leben erweckt. Heute ist es Gastgeber für regionale Künstler, lädt zu Konzerten und Seminaren ein und veranstaltet Denkwochen, die zum Hinterfragen und zum Austausch anregen sowie neue Horizonte aufmachen und Impulse geben sollen. Es ist ein Ort, an dem sich noch Zeit genommen wird, den Gedanken freien Lauf zu lassen und welcher diesen wiederum einen Raum bietet, in dem sie existieren und zirkulieren dürfen – ganz gleich wie neuartig, wagemutig oder riskant sie sein mögen. Das ist der Anspruch. Denken als Erlebnis, als Experiment, Verzauberung, Schöpfung und Gewinn.

Ab April darf ich die außergewöhnliche Vision und die dahinterstehenden Menschen tatkräftig mit meinen Ideen im Rahmen eines Praktikums unterstützen und sicher ebenso außergewöhnliche Erfahrungen machen. Nach dem Prinzip “Kopf und Hand” werde ich sowohl Projekte betreuen und im Kulturprogramm mitarbeiten als auch im Garten und im Gästebetrieb des Châteaus mit anpacken. Die erste Denkwoche dieses Jahres findet vom 17.-23. April statt, mit Günter Faltin als “Vordenker”. Der Entrepreneur und Universitätsprofessor lädt zum gemeinsamen Nachdenken über “Entrepreneurship als Entwicklungspotenzial” ein. Ziel ist es, durch neue, kreativere Formen des Denkens und Handelns eine bessere Welt zu gestalten. In seinem Bestseller “Kopf schlägt Kapital” ermutigt Faltin zum Schmieden von Ideen und betrachtet Denken dabei als schöpferischen Prozess, welcher die Grundlage erfolgreicher Unternehmungen darstellt. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und ich freue mich riesig, mich in dieses Wagnis zu stürzen, zu denken bis der Kopf raucht und Funken sprühen, zu leben an einem so freien Ort mit inspirierenden Menschen und sich gegenseitig zu bereichern und geistig zu (über)fordern.

Super-Foods-Serie: Teil 1

Jedes Mal dasselbe: Kaum sind die Weihnachtstage vorbei und der Kopf frei von allen To-dos, stellt sich eine Endjahres-Sentimentalität ein, welche uns zum Grübeln bringt. Was hat das vergangene Jahr gebracht? Was hat es verändert? Habe ich mich verändert? Was hätte sich ändern sollen? All diesen Fragezeichen schließen sich neue Fragen an. Wie soll es weitergehen? Wo möchte ich in einem Jahr stehen und an wessen Seite? Was soll sich (verdammt nochmal!) verändern? Diese Gedanken sind die natürlichen Begleiter eines jeden Jahres-Showdowns. Sie machen uns melancholisch, nostalgisch, teils zufrieden und nicht selten ärgerlich, vor allem aber lassen sie uns hoffen. Auf Glück, Erfolg oder Liebe, auf den kleinen oder den großen Wandel, auf uns und unsere Fähigkeiten – “that the best is yet to come”. Sie beschwingen uns auf eine fast schon magische Art und Weise, wenn man bedenkt, dass die erste Januarwoche im Grunde genommen nur eine von 52 Wochen im Jahr ist. Nur einen von 52 Montagen bietet und nur eine von 365 Möglichkeiten im Jahr, eine von 29.200 Möglichkeiten im Leben (bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 80 Jahren in Deutschland), etwas zu ändern.

Jedes neue Jahr bringt neue Vorsätze mit sich. Normalerweise. Dieses Mal habe ich tatsächlich vergessen (oder verdrängt), welche zu schmieden. Sicher habe ich Ziele, Vorstellungen und Wünsche für die nahe und ferne Zukunft, aber Vorsätze…? Vielleicht habe ich oft genug erfahren, dass viele dieser gutgläubigen Formulierungen sich früher oder später im Sand verlaufen. Dass das Leben eigene Wege geht und unsere Pläne durchkreuzt. Negativ wie sehr oft auch positiv. Mein Resümee von 2015 ist in vielerlei Hinsicht positiv ausgefallen und hat wieder einmal deutlich gemacht, dass der Weg das Ziel ist. Dass die vielen Umwege und unverhofften Veränderungen vielleicht glücklicher machen als ein Häkchen auf der Liste.

Trotzdem mag ich dieses beschwingte Neujahrsgefühl und die Motivation, sich und seinem Leben etwas Gutes zu tun, und möchte noch ein bisschen daran festhalten. Welcher Tag eignet sich dafür besser als dieser Montag? Und der nächste und übernächste und überübernächste und überüberübernächste Montag? Deswegen startet heute die 5-teilige Super-Foods-Serie mit leckeren Rezepten für fünf kraftvolle Starts in die Woche, Wohlfühl-Montage, Inspiration und Wandel in kleinen Schritten bzw. Portionen. Den Beginn macht der aus Japan stammende Matcha.

Matcha ist eine Grünteepflanze, welche traditionell in Japan wächst und wie herkömmlicher Grüntee eine stimmungsaufhellende sowie eine die Leistung und Konzentrationsfähigkeit fördernde Wirkung hat. Daher eignet sie sich hervorragend als milder Kaffeeersatz für Morgenmuffel. Anders als andere Teesorten wird Matcha nicht als Aufguss verzehrt. Stattdessen wird aus den frischen Teeblättern, welche zuvor für die Anreicherung wertvoller Inhaltsstoffe beschattet wurden, ein pulverartiges Extrakt gewonnen, das in Milch aufgelöst einen herben, intensiven und leicht nussigen Geschmack entfaltet. Wie alle Super Foods wirkt Matcha antioxidativ und unterstützt die Funktion der Entgiftungsorgane des Körpers. Er beugt viralen oder bakteriellen Krankheiten vor und kurbelt den Stoffwechsel an. Der perfekte Start in einen Tag voller Möglichkeiten!

Matchaccino

Zutaten:

3/4 TL Matcha-Pulver
1 TL Zucker
2 TL kochendes Wasser
200 ml Milch (wahlweise Mandelmilch)

Zubereitung:

Den Matcha mit dem Zucker gut vermengen und mit dem heißen Wasser vermischen. Milch zum Kochen bringen, aufschäumen und in eine Tasse füllen. Anschließend das Matcha-Konzentrat vorsichtig in die Milch geben.
 

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